• Eine Innenohrschwerhörigkeit betrifft das Innenohr oder den Hörnerv und führt häufig zu schlechtem Sprachverstehen, Tinnitus oder Schwindel, besonders in lauter Umgebung.
  • Sie ist meist dauerhaft, kann aber mit modernen Hörgeräten oder, in schweren Fällen, mit einem Cochlea-Implantat effektiv ausgeglichen werden.
  • Eine frühzeitige Diagnose und Versorgung, etwa im Hörstudio Rhein Main, hilft, soziale Isolation und Folgeerkrankungen zu vermeiden.

Was ist eine Innenohrschwerhörigkeit?

Innenohrschwerhörigkeit
Innenohrschaden führt zu Hörverlust und schlechtem Sprachverständnis

Die sogenannte Innenohrschwerhörigkeit, auch als „sensorineuraler Hörverlust“ bekannt, zählt zu den häufigsten Formen des Hörverlusts. Sie entwickelt sich meist schleichend, sodass Betroffene die ersten Anzeichen häufig erst in anspruchsvollen Hörsituationen bemerken, etwa beim Verstehen von Sprache in lauter Umgebung oder beim Kommunizieren in Gesellschaft.

Bei dieser Art von Hörverlust ist das Innenohr selbst betroffen, genauer gesagt, die Hörschnecke und der Hörnerv. Die Schallempfindlichkeit ist gestört, wodurch es zu einem eingeschränkten Sprachverständnis kommt. Leise Geräusche werden oft kaum noch wahrgenommen, während selbst lautere Töne undeutlich oder dumpf klingen. In manchen Fällen kann eine Innenohrschwerhörigkeit bis zur vollständigen Taubheit führen.

Betroffen sein kann ein Ohr oder auch beide. Besonders im höheren Alter verliert das Innenohr häufig an Elastizität, wodurch die Schallweiterleitung zusätzlich beeinträchtigt wird.

Die Folge: Die Hörleistung nimmt merklich ab.

Für Menschen mit Innenohrschwerhörigkeit ist die Auswahl des passenden Hörsystems besonders wichtig. Denn herkömmliche Hörgeräte reichen häufig nicht aus.

Welche Ursachen hat eine Innenohrschwerhörigkeit?

Eine Innenohrschwerhörigkeit kann durch viele verschiedene Faktoren ausgelöst werden. Oft liegt eine Kombination mehrerer Ursachen vor, die gemeinsam den sensorineuralen Hörverlust begünstigen.

Zu den häufigsten Auslösern zählen:

  • Lärm: Dauerhafte Lärmbelastung ist eine der Hauptursachen für eine Innenohrschwerhörigkeit. Wer beispielsweise im Beruf über Jahre hinweg Lautstärken von mehr als 85 Dezibel ausgesetzt ist, hat ein deutlich erhöhtes Risiko für eine sogenannte Lärmschwerhörigkeit, eine der häufigsten Berufskrankheiten in Deutschland.

  • Genetische Veranlagung: Auch Vererbung spielt eine Rolle. Bei einigen Menschen liegt eine angeborene Empfindlichkeit oder eine genetisch bedingte Schädigung des Innenohrs vor.

  • Stoffwechselerkrankungen: Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Störungen der Schilddrüsen- und Nierenfunktion können das Hörvermögen beeinflussen und eine Innenohrschwerhörigkeit begünstigen.

  • Durchblutungsstörungen und Arterienverkalkung (Arteriosklerose): Eine verminderte Durchblutung des Innenohrs kann zu einem plötzlichen oder allmählichen Hörverlust führen.

  • Hörsturz: Ein plötzlich einsetzender Hörverlust, häufig einseitig, gilt ebenfalls als möglicher Auslöser. Die genauen Ursachen eines Hörsturzes sind oft unklar, werden aber mit Stress und Durchblutungsproblemen in Verbindung gebracht.

  • Erkrankungen wie das Usher-Syndrom: Diese seltene genetische Erkrankung betrifft sowohl das Gehör als auch das Sehvermögen.

  • Akustikusneurinom: Ein gutartiger Tumor am Hör- und Gleichgewichtsnerv kann das Hörvermögen erheblich beeinträchtigen.

Wie auch immer die Ursache Ihrer Innenohrschwerhörigkeit aussieht, wir vom Hörstudio Rhein Main sind für Sie da. In einem persönlichen Gespräch finden wir gemeinsam heraus, welche Hörlösung für Sie infrage kommt. Unsere erfahrenen Hörakustiker beraten Sie kompetent und einfühlsam.

Wie macht sich eine Innenohrschwerhörigkeit bemerkbar?

Eine Innenohrschwerhörigkeit beginnt oft schleichend, so unauffällig, dass sie von vielen Betroffenen zunächst gar nicht wahrgenommen wird. Erst mit der Zeit fällt auf, dass Gespräche schwerer verständlich werden, insbesondere in geräuschvoller Umgebung wie auf Familienfeiern, im Restaurant oder bei der Arbeit.

Typisch ist: Gesprochenes wirkt dumpf oder undeutlich, selbst bei lauteren Stimmen.

Viele Menschen kompensieren diese Schwierigkeiten zunächst unbewusst, indem sie häufiger nachfragen oder Gespräche meiden. So vergeht oft wertvolle Zeit, bevor eine genaue Diagnose gestellt wird.

Hinzu kommen häufig begleitende Beschwerden. Dazu zählen Ohrgeräusche oder ein dauerhafter Tinnitus, der das Hören zusätzlich erschwert. Da sich auch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr befindet, kann eine Innenohrschwerhörigkeit zudem mit Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen einhergehen. In manchen Fällen steckt dahinter eine Erkrankung wie Morbus Menière, bei der wiederkehrender Drehschwindel ein typisches Anzeichen ist.

Je früher eine Innenohrschwerhörigkeit erkannt wird, desto besser lässt sich ihre Auswirkung auf das tägliche Leben begrenzen. Wir vom Hörstudio Rhein Main empfehlen deshalb eine regelmäßige Kontrolle Ihres Hörvermögens.

Unsere kostenlosen Hörtests in Frankfurt und Mühlheim helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, für mehr Lebensqualität und sicheres Hören in jeder Situation.

Wie wird eine Innenohrschwerhörigkeit diagnostiziert?

Eine Innenohrschwerhörigkeit, auch Schallempfindungsschwerhörigkeit genannt, kann nur durch gezielte Untersuchungen zuverlässig festgestellt werden. Diese werden in der Regel von einem Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde durchgeführt.

Am Anfang steht meist eine sogenannte Ohrspiegelung. Dabei untersucht der Arzt den äußeren Gehörgang und das Trommelfell, um andere Ursachen wie beispielsweise Verstopfungen durch Ohrenschmalz auszuschließen. Ist das äußere Ohr unauffällig, kann die Diagnose Innenohrschwerhörigkeit in Betracht gezogen werden.

Ein zentrales Diagnoseverfahren ist die Tonaudiometrie. Hierbei hört der Patient über Kopfhörer Töne in verschiedenen Frequenzen und Lautstärken. Sobald ein Ton wahrgenommen wird, gibt der Patient ein Signal. Aus diesen Angaben wird eine sogenannte Hörkurve erstellt. Diese zeigt, in welchem Bereich das Hörvermögen beeinträchtigt ist.

Typisch für eine Innenohrschwerhörigkeit ist, dass Luftleitung und Knochenleitung gleich stark eingeschränkt sind, beide Kurven liegen im höheren Dezibelbereich. Das unterscheidet sie von einer reinen Schallleitungsschwerhörigkeit, bei der nur die Luftleitung betroffen ist.

Eine weitere wichtige Untersuchung ist die Impedanzaudiometrie, bei der die Beweglichkeit des Trommelfells sowie der Druck im Mittelohr geprüft wird. Damit lassen sich Funktionsstörungen im Mittelohr ausschließen.

Ergänzend dazu werden häufig der Weber-Test und der Rinne-Versuch eingesetzt. Diese einfachen Stimmgabeltests geben ebenfalls Hinweise darauf, ob der Hörverlust im Innenohr oder im Mittelohr entsteht. Bei einer Innenohrschwerhörigkeit wird der Ton beim Weber-Test im gesunden Ohr lauter wahrgenommen und der Rinne-Versuch fällt positiv aus.

Eine besonders präzise Methode ist die Messung der otoakustischen Emissionen (OAE). Dabei wird geprüft, ob die äußeren Haarzellen im Innenohr auf Schallreize reagieren. Fehlen diese Reaktionen, liegt eine Störung im Innenohr vor.

Behandlungsansätze und Therapien

Hörtest im Hörstudio Rhein Main
Frühe Versorgung mit Hörsystemen verbessert Leben und verhindert Rückzug

Bei einer Innenohrschwerhörigkeit gibt es bislang keine medikamentöse oder operative Therapie, die das geschädigte Hörvermögen wiederherstellen kann. Die gute Nachricht: Moderne Hörsysteme bieten heute ausgezeichnete Möglichkeiten, um die Hörfähigkeit zu verbessern und die Lebensqualität deutlich zu steigern.

Wir vom Hörstudio Rhein Main setzen genau hier an. Unsere erfahrenen Hörakustikerinnen und Hörakustiker beraten Sie individuell und finden gemeinsam mit Ihnen das passende Hörgerät, exakt abgestimmt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und den Grad Ihrer Innenohrschwerhörigkeit.

In Fällen, in denen eine Hörminderung an Taubheit grenzt, kann auch ein Cochlea-Implantat in Betracht gezogen werden. Diese spezielle Versorgung erfolgt in enger Absprache mit Ihrem Hals-Nasen-Ohren-Arzt und ist insbesondere dann sinnvoll, wenn herkömmliche Hörgeräte nicht mehr ausreichen.

Wird eine Innenohrschwerhörigkeit nicht behandelt, kann dies weitreichende Folgen haben, besonders im sozialen und emotionalen Bereich. Gespräche werden anstrengend, viele Betroffene verharren in angespannter Körperhaltung, um besser zu verstehen, und ermüden schnell. Die ständige Konzentration und das angestrengte Zuhören führen nicht selten zu Muskelverspannungen und Erschöpfung.

Zudem ziehen sich viele schwerhörige Menschen mit der Zeit zurück. Sie meiden Gespräche und gesellschaftliche Aktivitäten, aus Sorge, nicht mehr mithalten zu können. Dieser Rückzug kann langfristig zu Einsamkeit und sogar zu Depressionen führen.

Deshalb gilt:

Je früher eine Innenohrschwerhörigkeit erkannt und versorgt wird, desto besser lässt sich ihre Auswirkung auf das Leben begrenzen. Wenn Sie bemerken, dass Sie Gesprächen schwer folgen können, hohe Töne nicht mehr wahrnehmen oder den Fernseher immer lauter stellen, ist es an der Zeit, zu handeln.

Leben mit einer Innenohrschwerhörigkeit

Mit einer Innenohrschwerhörigkeit zu leben, bedeutet nicht, auf gutes Hören verzichten zu müssen. Viele Menschen meistern ihren Alltag dank moderner Technik, gezielter Kommunikation und dem richtigen Umgang mit ihrer Hörminderung sehr erfolgreich.

Wichtig ist: Offen mit der Schwerhörigkeit umgehen und Unterstützung annehmen.

Alltagstipps und Kommunikation

Ein paar einfache Verhaltensweisen können die Verständigung im Alltag spürbar erleichtern:

  • Bitten Sie Ihre Gesprächspartner, Ihnen zuzuwenden und deutlich zu sprechen.
  • Wählen Sie ruhige Orte für Gespräche, in denen wenig Hintergrundlärm herrscht.
  • Scheuen Sie sich nicht, nachzufragen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben.
  • Nutzen Sie Mimik, Gestik und den Gesprächskontext, sie helfen, Inhalte besser zu erfassen.
  • Sprechen Sie offen über Ihre Innenohrschwerhörigkeit. So schaffen Sie Verständnis und vermeiden Missverständnisse.

Diese Maßnahmen fördern nicht nur die Kommunikation, sondern auch Ihr Selbstvertrauen im Umgang mit der Hörminderung.

Unterstützung durch Hilfsmittel und Technik

Neben Hörgeräten gibt es viele technische Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern können. Dazu zählen beispielsweise:

  • TV-Hörsysteme, die den Ton direkt an Ihr Hörgerät übertragen
  • Lichtsignalanlagen, die akustische Signale wie Türklingeln oder Telefonklingeln visuell darstellen
  • Smartphone-Apps, die Gespräche verstärken oder sogar in Text umwandeln können

Auch moderne Hörgeräte selbst bieten heute viele intelligente Funktionen, wie Bluetooth-Kopplung, automatische Umgebungsanpassung oder Sprachfokus-Systeme, die Sprache gezielt hervorheben.

Wir vom Hörstudio Rhein Main beraten Sie umfassend zu allen Möglichkeiten, die Ihnen das Leben mit einer Innenohrschwerhörigkeit erleichtern. Besuchen Sie uns in Frankfurt oder Mühlheim und lassen Sie sich persönlich informieren, damit Sie auch morgen noch alles Wichtige hören.

FAQ

Bei der Innenohrschwerhörigkeit liegt die Ursache im Innenohr, also an den Sinneszellen in der Hörschnecke oder am Hörnerv. Die Schallempfindung ist gestört. Eine Mittelohrschwerhörigkeit hingegen betrifft die mechanische Weiterleitung des Schalls, beispielsweise durch Probleme mit dem Trommelfell oder den Gehörknöchelchen.

In der Regel leider nicht. Da die Schädigungen meist dauerhaft sind, ist eine vollständige Rückbildung selten. Hörgeräte können jedoch sehr effektiv unterstützen und helfen, den Alltag deutlich zu erleichtern.

Typisch sind Schwierigkeiten beim Sprachverstehen, besonders in lauter Umgebung. Hinzu kommen häufig Ohrgeräusche (Tinnitus) oder Gleichgewichtsstörungen. Auch ein dumpfes Hören kann ein Hinweis auf eine Innenohrschwerhörigkeit sein.

Bei einer Innenohrschwerhörigkeit kommen in der Regel Hörgeräte zum Einsatz, die den Schall gezielt verstärken. Bei stärkerem Hörverlust oder Taubheit kann ein Cochlea-Implantat sinnvoll sein, das den geschädigten Teil des Innenohrs überbrückt. Die Auswahl des passenden Hörsystems hängt vom Grad der Schwerhörigkeit ab, wir vom Hörstudio Rhein Main beraten Sie dazu gern individuell und ausführlich.

Ein bewusster Lebensstil kann helfen, das Risiko zu senken. Vermeiden Sie Lärm, etwa durch das Tragen von Gehörschutz bei Konzerten oder am Arbeitsplatz. Auch regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und der Verzicht auf Nikotin tragen zur Gesunderhaltung des Gehörs bei. Denn Durchblutungsstörungen sind eine mögliche Ursache für Innenohrschäden.

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